Kampf den Keimen - Hygiene ist uns wichtig!

Die Vermeidung von Infektionen hat für uns oberste Priorität. Nicht nur strenge Richtlinien, klare Hygienestandards und regelmäßige Kontrollen verhindern Infektionen, vor allem die Sensibilisierung und Weiterbildung der Mitarbeiter und eine hohe Sorgfalt in der Umsetzung der hygienischen Maßnahmen trägt zur signifikanten Senkung der Krankenhausinfektionen bei.

 

Unsere Maßnahmen, um Infektionen zu vermeiden:

1. Hoher Personaleinsatz in der Hygiene

1. Hoher Personaleinsatz in der Hygiene

Mit drei hauptamtlichen Hygienefachkräften und dem beratenden externen Krankenhaushygieniker PD Dr. Andreas Schwarzkopf, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie sowie öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger für Krankenhaushygiene, halten wir die verbindlichen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und die Bayerische Medizin-Hygieneverordnung (MedHygV) streng ein. Darüber hinaus kommen zahlreiche hygienebeauftragte Ärzte und Pflegekräfte aus allen Stations- und Funktionsbereichen im Klinikalltag zum Einsatz.

 

Koordiniert wird die Arbeit durch die Hygienekommission unter Vorsitz des ärztlichen Direktors und Teilnahme des Vorstands. In der Kommission werden Ziele und Maßnahmen festgelegt und grundlegende Entscheidungen für die Weiterentwicklung des Hygienemanagements getroffen.

 

 

Hygienekommision des Klinikums Altmühlfranken

2. Frühzeitige Erkennung

2. Frühzeitige Erkennung

Bei der Aufnahme in unser Klinikum untersuchen wir Patienten, die ein erhöhtes Risiko haben mit Keimen, die unter Umständen problematisch sein könnten, infiziert zu sein. Als Risiken gelten unter anderem chronische Erkrankungen, offene Wunden, ein Krankenhausaufenthalt von mindestens 3 Tagen in den letzten 12 Monaten oder regelmäßiger Kontakt zu Nutztieren z.B. in der Landwirtschaft, der Tiermast oder der Pferdehaltung.

 

Beim Aufnahmescreening werden Abstriche von Rachen und Nase, offenen Wunden und an Eintrittsstellen von künstlichen Zu- und Ausgängen genommen und im Labor untersucht. Das Ergebnis liegt in der Regel in 24 Stunden vor.

 

Wird ein multiresistenter Erreger oder eine ansteckende Infektionskrankheit entdeckt, wird der Patient in einem Einzelzimmer untergebracht, das - je nach Keim - entsprechend gekennzeichnet ist. Den Hinweisschildern können Klinikmitarbeiter und Besucher an Hand von Piktogrammen die Maßnahmen entnehmen, die durchzuführen sind. Dies gilt speziell für das Tragen persönlicher Schutzkleidung, wie Handschuhe, Einmalkittel und gegebenfalls Mundnasenschutz. Darüberhinaus werden die Besucher durch die Mitarbeiter der Pflege informiert und beraten.

 

3. Hygienische Händedesinfektion - einfach, günstig, effizient

3. Hygienische Händedesinfektion - einfach, günstig, effizient

Die einfachste und effizienteste Möglichkeit Infektionen zu vermeiden ist die hygienische Händedesinfektion. Am Klinikum Altmühlfranken fordern wir Mitarbeiter, Patienten, Angehörige und Besucher durch Desinfektionsspender an zentralen Stellen im Haus zur Händedesinfektion auf. Durch die Erfassung der Verbrauchsmenge des Händedesinfektionsmittels kann nachvollzogen werden, dass die hygienische Händedesinfektion durchgeführt wird.

 

4. Regelmäßige Hygieneschulungen der Mitarbeiter

4. Regelmäßige Hygieneschulungen der Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter werden speziell geschult und regelmäßig in der Hygiene weitergebildet. Für Fragen und zur Beratung sind die Hygienefachkräfte immer präsent.

 

Durch Verfahrensanweisungen, die nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes erarbeitet wurden, sind Behandlungsabläufe in ihrer Durchführung besonders im Hinblick auf die Hygiene definiert. Ihre Umsetzung und Einhaltung wird durch Begehungen der Hygienefachkräfte und mikrobiologische Untersuchungen kontrolliert. Darüberhinaus sind auf allen Stationen und in allen Funktionsbereichen des Klinikums – z.B. Endoskopie, EKG, OP, Anästhesie, LHKM, Labor, Röntgen, Haustechnik, Hauswirtschaft (und den Stationen) - hygienebeauftragte Mitarbeiter eingesetzt, die im engen Austausch mit den Hygienefachkräften stehen.

 

5. Umfassende Information der Patienten vor geplanten Eingriffen

5. Umfassende Information der Patienten vor geplanten Eingriffen

In Schulungen werden Patienten vor endoprothetischen Eingriffen auch über Infektionen und deren Vermeidung informiert. Empfohlen wird z.B. der Zahnarztbesuch, um Zähne als eventuelle Entzündungsherde auszuschließen.

 

Bei der Aufnahme am Vortag der OP werden Abstrichuntersuchungen an unterschiedlichen Stellen des Körpers durchgeführt, die innerhalb von 24 Stunden ausgewertet werden. Vorsorglich findet vor endoprothetischen Operation eine aseptische Ganzkörperwaschung statt. Stellt sich ein positiver Befund heraus, wird der Patient entlassen, um die Keime nach Anleitung zu Hause zu behandeln. Können nach der Behandlung keine Erreger mehr nachgewiesen werden, wird der Patient operiert.

 

Patienten auf der Intensivstation werden täglich aseptisch gewaschen um das Risiko von zusätzlichen Infektionen sowie eine eventuelle Streuung von Erregern speziell an Ein- und Austrittstellen von Kathetern zu verhindern.

 

6. Weiterbildung und Vernetzung

6. Weiterbildung und Vernetzung

Zentral bei Infektionen, insbesondere im Krankenhaus, sind antibiotikaresistente Erreger. Das Klinikum Altmühlfranken reagiert mit einem „Antibiotic Stewardship Team“ und bildet Ärzte weiter, die den Einsatz von Antibiotika zum Nutzen des Patienten und zur Vermeidung von Resistenzen prüfen.

 

Darüber hinaus arbeiten die Hygienefachkräfte im Qualitätszirkel „Hygiene“ der Klinik-Kompetenz-Bayern eG aktiv an Qualitätsstandards zur Vermeidung von Infektionen mit und führen verschiedene Schulungen für KKB-Mitglieder durch. Auch sind die Hygienefachkräfte Mitglied der Projektgruppe „Effizientes Hygienemanagement“ der Bayerischen Krankenhausgesellschaft e.V..

 

7. Teilnahme am Krankenhaus-Vergleich des Nationalen Referenzzentrums Berlin

7. Teilnahme am Krankenhaus-Vergleich des Nationalen Referenzzentrums Berlin

Um uns deutschlandweit im Hinblick auf die Anzahl der im Krankenhaus erworbenen Infektionen mit anderen Kliniken zu vergleichen beteiligen wir uns seit Anfang 2017 am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) zu Methicillin-resistenten Staphylokokkus aureus und Clostridium difficile des Nationalen Referenzzentrums Berlin.

 

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Hygienesprechstunde - die Hygienefachkräfte beantworten Ihre Fragen!

Die Hygienefachkräfte in Weißenburg und Gunzenhausen bieten seit 2017 für interessierte Besucher, Angehörige oder Patienten eine Hygienesprechstunde an:

Weißenburg: Mittwoch, 15 bis 16 Uhr,

Gunzenhausen: Donnerstag, 15 bis 16 Uhr

Die Sprechstunde ist ausgeschildert.

Darüberhinaus stehen die Hygienefachkräfte für individuell vereinbarte Gespräche zur Verfügung, bitte sprechen Sie die Pflegekräfte auf der Station an oder vereinbaren direkt mit den Hygienefachkräften telefonisch oder per Mail einen Termin.