Medizinische Spezialisierung

Wir sind Spezialisten für das Herz, die Gefäße und die Atmungsorgane. Allesamt wichtige Teilgebiete der Inneren Medizin. Für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes einschließlich der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase steht eine große, apparativ hochwertige Endoskopieabteilung bereit.
In der Notfallversorgung behandeln wir im Jahr rund 300 Patienten mit einem akuten Schlaganfall sowie etwa 250 Patienten mit einem akuten Herzinfarkt. In unserem Herzkatheterlabor führen wir jährlich rund 1.200 Eingriffe an den Herzkranzgefäßen durch, häufig mit Ballondehnungen und Stentimplantationen.

Die Komplikationsraten liegen unter dem bayerischen Durchschnitt sowohl für die spezielle Röntgenuntersuchung der Herzkranzgefäße (Koronarangiograhpie) und die interventionelle Kardiologie. Die Komplikationsrate bei Hebungsinfarkten liegt in Gunzenhausen mit 5,6 Prozent deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von 8,1 Prozent (Bayrische Qualitätssicherung 2011).

Unsere Abteilung besitzt als eine der wenigen Klinken eine dreidimensionale Echokardiographie. Damit können wir die Bewegung aller Herzwände simultan analysieren. Wir können Wandbewegungsstörungen noch genauer und die Herzfunktion noch besser erkennen. Die 3D-Echokardiographie ermöglicht die exakte Beurteilung von Klappenfehlern (Undichtigkeiten oder Engstellen) und die sehr genaue Darstellung von z. B. Klappenentzündungen (Endokarditis).

Unsere Schlaganfalleinheit (Stroke-Unit) ist eine spezielle Station mit 15 Betten zur Überwachung und Behandlung von akuten Schlaganfällen. Die Patienten werden hier täglich 24 Stunden lang durch speziell im Rahmen des STENO-Projektes geschulte Ärzte, Pflegekräfte, Ergo-, Physio- und Logotherapeuten betreut. In der Schlaganfalleinheit leiten wir die  Schlaganfalldiagnostik (Doppler- und Duplexsonographie, Computertomographie mit CT-Angiographie, Magnetresonanztomographie, Digitale Subtraktionsangiographie) direkt ein. Hier führen wir auch die Thrombolysetherapie durch, um das Blutgerinnsel in einer Hirnarterie medikamentös aufzulösen. Diese Lysetherapie muss innerhalb der ersten 4 ½  Stunden nach einem Schlaganfall begonnen werden.

STENO-Projekt steht für „Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern“. Unter Koordination durch das Universitätsklinikum Erlangen sind 15 Krankenhäuser in Mittel-, Oberfranken und der Oberpfalz sowie Thüringen mit den überregionalen Schalganfallzentren in Bayreuth, Erlangen und Nürnberg vernetzt. In jeder Klinik stehen spezielle Schlaganfalleinheiten (Stroke-Unit) mit speziell geschulten interdisziplinären Behandlungsteams zur Verfügung. Kernelemente sind Möglichkeit der telemedizinischen fachneurologischen Konsultation zu jeder Tages- und Nachtzeit, regelmäßige Schulungen, Erfahrungsaustausch, Standardisierung sowie Qualitätssicherung und –kontrolle.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die internistische Intensivmedizin. Im Rahmen der Intensivmedizin behandeln wir vital bedrohliche Erkrankungen mit hohem personellem und apparativem Aufwand, um  Patienten ein Überleben bei zeitlich begrenzten Organausfällen zu ermöglichen. Die interdisziplinäre Intensivstation mit acht Betten steht unter der organisatorischen Leitung des Chefarztes der Anästhesie, Dr. Klaus Buechler mit einem qualifizierten Ärzte- und Pflegeteam. Die, für eine moderne Intensivmedizin notwendige apparative Ausstattung ist vorhanden:

  • Acht voll ausgestattete Intensivtherapie-Betten
  • Invasive/nichtinvasive künstliche Beatmung
  • Kreislaufunterstützungssystem (implantierbare Herzpumpe / IABP)
  • Kontrollierte Hypothermie
  • Nierenersatzverfahren (Dialyse, Hämofiltration)

Für schwerkranke Patienten führen wir rund um die Uhr alle aufwändigen diagnostischen Maßnahmen (Herzkatheter, Computertomographie, Endoskopie) durch. Wichtig ist uns neben dem hohen technischen Niveau vor allem die menschliche Fürsorge, die wir unseren Patienten wohnortnah bieten.