Thorax

Herr T., 65, ist auf dem Gehweg gestürzt und auf den Brustkorb gefallen. Erst denkt er sich nichts dabei, aber jeden Tag werden die Schmerzen beim Atmen stärker. Er möchte gar nicht mehr tief ein- und ausatmen, weil es so weh tut. Tage später geht er zum Arzt. Der stellt eine Rippenserienfraktur fest. Es ist nicht auszuschließen, dass die Lunge verletzt wurde. Der Arzt weist Herrn T. in das Klinikum Altmühlfranken ein. Nach dem Röntgen und der Sonographie steht fest, dass sich Flüssigkeit und Luft in der Brusthöhle angesammelt hat. Am nächsten Tag wird in einem kleinen operativen Eingriff eine Drainage gelegt, um das Blut und die Luft wieder abzusaugen.

Bei einem so genannten Pneumothorax befindet sich Luft im Spalt zwischen Brustwand und Lunge und drückt die Lunge gefährlich zusammen. Ursache hierfür kann ein Unfall mit Lungenriß oder auch das Platzen eines Lungenbläschens (Bulla) sein. Durch eine Drainage mit Unterdrucksystem stellen wir die vollständige Ausdehnung der Lunge wieder her. Die operative Behandlung geschieht minimalinvasiv mittels Thorakoskopie.

Darüber hinaus behandeln wir Thoraxtrauma als Folge einer Gewalttat (Schuss‐ oder Stichwunden) oder eines schweren Verkehrsunfalls mit Lungenverletzungen und schwere Thoraxblutungen.